der Norden
Der
Norden von Kreta wird von Ost nach West von einer gut ausgebauten,
eindrucksvollen Panoramastraße mit ca 300 Kilometern Straße durchzogen, die die
wichtigsten Orte der Insel miteinander verbindet und dabei immer wieder
herrliche Ausblicke eröffnet.
Hier
liegen auch die größten Städte der Insel: Heraklion als Hauptstadt, Chania als
ehemalige Hauptstadt und Rethymno als die „heimliche“ Hauptstadt in der Mitte
der Insel. Alle drei sind geprägt von den Einflüssen der Venezianer und der
Osmanen, die ihre Spuren bis heute sichtbar hinterlassen haben.
Auch
der Großteil der Hotels für den Pauschaltourismus befindet sich hier –
glücklicherweise jedoch meist ohne die aus anderen Mittelmeerregionen bekannten
Bettenburgen. Ein Grund dafür sind sicherlich auch die vergleichsweise kurzen
und angenehmen Transferzeiten von den Flughäfen in Heraklion und Chania.
Jede
dieser Städte besitzt ihren ganz eigenen Charakter und ist unbedingt einen
Besuch wert. Sowohl kulturell als auch kulinarisch haben sie viel zu bieten und
brauchen sich keineswegs zu verstecken. Die bewegte Geschichte der Insel
spiegelt sich in der Architektur ebenso wider wie in der Küche. Bis heute lässt
sich trefflich darüber diskutieren, ob die griechische oder die türkische Küche
die jeweils andere stärker beeinflusst hat.
Eines
steht jedoch fest: Mit dem, was in vielen griechischen Restaurants in
Deutschland serviert wird, hat die authentische Küche Griechenlands nur wenig
gemein.
Die
Strecke von Rethymno nach Chania verläuft bis etwa Georgioupolis oft parallel
zur Küste. Immer wieder finden sich kleine Parkmöglichkeiten, von denen aus man
in wenigen Schritten direkt zum Strand gelangt – ideal für spontane Badepausen.
Beim
Baden sollte man jedoch aufmerksam sein: Gerade in diesem Bereich können
Strömungen auftreten, die nicht zu unterschätzen sind. Eigene Erfahrungen mit
Untiefen und kräftigen Strömungen haben gezeigt, wie viel Respekt das Meer hier
verdient.
Um
all die Orte entlang dieser Küstenstraße wirklich kennenzulernen, braucht es
mehr als nur einen einzigen Kreta-Urlaub. Die Entfernungen sollte man nicht
unterschätzen – und schließlich geht es ja auch darum, die Insel in Ruhe zu
genießen.